Die Sage der Selkies

Durch die über Jahrhunderte hinweg erfolgte mündliche Überlieferung ist sicherlich viel Seemannsgarn mit eingeflossen. Erst im achtzehnten Jahrhundert wurden die Geschichten niedergeschrieben.

Der Legende nach sind Selkies magische Wesen in Seehundgestalt, die zu Menschen werden, wenn sie ihr Fell ablegen, um aber – und deswegen enden die Geschichten immer traurig - nach einer gewissen Zeit wieder im Meer zu verschwinden. In den Überlieferungen gibt es keine eindeutigen Aussagen, wie oft sich ein Selkie verwandeln kann. Manche berichten von einmal im Jahr, zur Sommersonnenwende, während andere versichern, es könne in jeder neunten Nacht oder nach jedem siebten Gezeitenwechsel geschehen.

Unabhängig wie oft ein Selkie seine Gestalt wechselt, erfährt man aus den alten Geschichten, sowie ein Selkie seine menschliche Gestalt angenommen hat, findet man ihn an einsamen Küstenlandschtrichen bei Mondlicht tanzen oder sich auf den kleinen vorgelagerten Schäreninseln in der Sonne wärmen.

Der Weg der Seehunde

Die weiblichen Selkies verwandeln sich durch das Ablegen der Seehundhaut in wunderschöne Frauen, denen man kaum widerstehen kann. Wem es gelingt, sich einer abgelegten Selkie-Haut zu bemächtigen, den muss die Selkie-Frau zum Mann nehmen, denn ohne ihre Haut ist es ihr nicht möglich, ins Meer zurückzukehren.

Männliche Selkies wirken in Menschengestalt äußerst attraktiv auf sterbliche Frauen und suchen "unerlaubten Umgang" mit ihnen. Wurde eine Frau vermisst, war es offensichtlich, dass sie von ihrem Selkie-Liebhaber mit ins Meer genommen wurde. Ungewollte Schwangerhaften konnten glaubhaft mit dem Besuch eines Selkie-Mannes erklärt werden.

Wird ein Selkie in seiner Menschengestalt getötet, kann man ihn ins Leben zurückholen, indem man seinen Körper ins Meer wirft. Dadurch wird er wieder zum Seehund, hat jedoch nie mehr die Möglichkeit sein Fell abzulegen und die Form des Menschens anzunehmen.

Selkies stehen auch als Sinnbild für die ungezählten Fischer, die auf See blieben, aber auch für deren Witwen, die plötzlich ohne Ernährer dastanden und oftmals den Freitod wählten. Sie gingen den "Weg der Seehunde", weil sie sich dann sicher sein konnten, dass ihre Kinder von der Inselgemeinschaft versorgt und aufgezogen wurden.

Terminübersicht

23.06.2017
Bürstadt
Details
Vorhof evangelische Kirche
Heinrichstraße 22
68642 Bürstadt
Beginn: 20:00
Eintritt: 7 Euro
19.08.2017
Gernsheim
Details
Kulturinsel
Zwingenberger Str. 1
64579 Gernsheim
Beginn: 19:00 
Eintritt: tbd
08.09.2017
Biblis
Details
Gaststätte Bruchweiher
Am Bruchweiher
68647 Biblis
Beginn: 19:30 
Eintritt:  frei
15.09.2017
Bürstadt
Details
Privat
 
 
Beginn:    
Eintritt: